Lorenzberg und Kleineseite

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Adresse: Malá strana, Praha 1

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Lorenzberg  und  Kleinseite

 

 

 


 

 

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Strahov ist eigentlich bereits Bestandteil des Lorenzparks (Petřínské sady), der ein Überrest des ehemaligen Geheges ist. Dieses Gehege wurde nach und nach von Weinbergen und Gärten verdrängt. Heute führt eine zwei Kilometer lange Aussichtsroute über den Lorenzberg, die uns zu den hiesigen Sehenswürdigkeiten bringt, wie z. B. zum Aussichtsturm Petřín (Petřínská rozhledna) – eine 60 m hohe Kopie des Pariser Eiffelturms – oder zum kuriosen Spiegellabyrinth (zrcadlové Bludiště). Beide Bauwerke sind anlässlich der Jubiläumsausstellung im Jahre 1891 entstanden. Die Hungermauer (Hladová zeď) ist Überrest der Kleinseitner Befestigung, die nach dem Jahre 1360 Karel IV. errichten ließ – angeblich deshalb, um die Prager Armen zu beschäftigen. Zu den weiteren Kuriositäten des Lorenzberges gehört die hölzerne St.-Michael-Kirche (kostel sv. Michala) aus dem 16. Jahrhundert, die vom karpatischen Ort Medvědovce bei Mukachevo in den hiesigen Kinský-Garten übertragen worden ist, sowie die Seilbahn (lanovka). Auf dem Lorenzberg befinden sich auch Statuen und Statuengruppen, z. B. das Denkmal des romantischen Dichters K. H. Mácha von Myslbek (aus dem Jahre 1912) – ein beliebter Ort für Verliebte.

Der Lorenzberg und die Prager Burg ragen über die Kleinseite (Malá Strana) empor, früher Kleinere Stadt und noch früher Neustadt genannt. Eine Kaufmannssiedlung gab es hier bereits seit dem 8. Jahrhundert, nachdem jedoch Fürst Břetislav die jüdischen Ansiedler von hier auf die andere Uferseite der Moldau umsiedelte (11. Jahrhundert), wurde sie zur Residenzstadt des böhmischen Adels sowie der Gesandten der benachbarten Herrscher. Bis heute haben hier viele Botschaften ihren Sitz. Die malerische Neruda-Gasse (Nerudova ulice), welche die Kleinseite mit der Prager Burg verbindet, ist allerdings ein Beleg dafür, dass hier nicht nur Adelige ansässig gewesen sind. Die Stadtrechte erwarb die Kleinseite von Přemysl Otakar II. (1257). Bereits damals war deren Zentrum der Kleinseitner Platz (Malostranské náměstí) mit dem St.-Nikolaus-Dom (Chrám sv. Mikuláše), der von Christoph und Kilian Ignaz Dienzenhofer umgebaut wurde (1704–1752). Der St.-Nikolaus-Dom stellt zusammen mit dem anliegenden Jesuitenkolleg das monumentalste und typischste Kirchenbauwerk des Prager Barock dar. Unweit von hier, in der Straße Karmelitská ulice, steht dagegen ein bescheideneres, dafür aber womöglich noch berühmteres Bauwerk. Der ursprünglich protestantische Dom wurde nach dem verlorenen Aufstand den Katholiken übergeben und der Maria Sieg (Panna Maria Vítězná) geweiht. In dieser ersten barocken Kirche Prags befindet sich seit dem Jahre 1628 das wundertätige Prager Jesulein (Pražské jezulátko). Einen barocken Schatz anderer Art verbirgt auch die unweit liegende Augustinerkirche des hl. Thomas (kostel sv. Tomáše), für die im Jahre 1628 ein Altar bei P. P. Rubens bestellt worden ist.

Die Großzügigkeit einer Reihe hiesiger Barockpalais (z. B. des Thunovský-Palais in der Neruda-Gasse von J. Santini aus dem Jahre 1726) und die Anmut der barocken Gärten (z. B. des Vrtbovský-Gartens mit Statuen von M. B. Braun aus dem Jahre 1730 oder des Ledeburský-Gartens von J. Santini aus dem Jahre 1720) knüpfen an das Beispiel des Palais Albrechts von Wallenstein an (1624–1630), der die Konfiskationen protestantischen Eigentums nach der Schlacht auf dem Weißen Berge ausgenutzt und an der Stelle von 22 Häusern, einer Ziegelbrennerei und mehrerer Gärten seine großartige Residenz errichten ließ. Die anliegenden Gärten wurden vom berühmten Adriaen de Vries mit Bronzestatuen ausgeschmückt (1626–1627). Sie werden dort allerdings nur deren Kopien vorfinden, da die Originale im Jahre 1648 von den Schweden gestohlen worden sind. Vor Albrecht von Wallenstein waren die hiesigen Adelsresidenzen weitaus bescheidener, nicht aber weniger erhaben, wie z. B. das Smiřický-Palais am Kleinseitner Platz, obgleich dessen Fassade nach 1763 teilweise umgestaltet worden ist.

Übrigens machte sich gerade von hier aus am 23. Mai 1618 eine Gruppe böhmischer Herren auf den Weg zur Burg, wegen der ständigen Verletzung der Glaubensfreiheit und Rechte der böhmischen Protestanten empört, und Ihr Missfallen wurde durch den Fenstersturz der unwürdigen Beamten geäußert. Dieser – in unserer Geschichte bereits dritte – Fenstersturz bedeutete nicht nur den Anfang des Ständeaufstandes, sondern auch des Dreißigjährigen Krieges. Neben dem Smiřický-Palais steht das Šternberk-Palais, in dem ein schrecklicher Brand entstanden ist (1541). Nicht nur die Kleinseite, sondern auch die Prager Burg wurde vom Feuer ergriffen. Bereits früher lag die Kleinseite in Asche, und zwar zu Beginn der Hussitenkriege (1419), als hier der Pöbel den Tod Wenzels IV. „feierte“. Von den ältesten Bauwerken, die bis zum heutigen Tag erhalten geblieben sind, wirkt wohl am eindrucksvollsten die Johanniterkirche der Jungfrau Maria unter der Kette (kostel Panny Marie pod řetězem, 1169). Die Johanniter, nach 1530 die Malteser-Ritter, sollten die steinerne Brücke beschützen.

 

 

PETŘÍN:

 

SEILBAHN

Insbesondere für romantische Seelen ist der Ausflug mit der Seilbahn zum Petrin-Hügel empfehlenswert. Von hier aus gibt es nämlich eine wunderschöne Aussicht auf Prag und hier können Sie gleich begreifen, warum es „hunderttürmig“ genannt wird. Der Weg über Strahovský klášter (Strahov-Kloster) bis zur Pražský hrad (Prager Burg) bietet eine sehr angenehme Spaziergangsmöglichkeit. 

Die Seilbahn ist täglich von 9:00 bis 23:00Uhr im Betrieb und sie fährt in einem Abstand von 15 Minuten. 

Fahrticket:

 

Schicken Sie uns sms auf Text: DPT in tel. 902 06 26. Preis ist 26 CZK


 

Das Fahrticket können Sie im Voraus oder vor Ort kaufen – er kostet 26 CZK und gilt für eine Fahrt. 

 

 

 

 

 

 

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03.10.2007

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